Mit HDC-SD 300 als Fotoapperat aufgenommen.





Das Stativ mit Hülle um die Schulter gehängt, die Kamera hängt vorne raus. Macht ruhige und unauffällige Bilder!




























Zur Technik:

Lange vor meinen beruflichen Karrieren habe ich mich mit Fotographie als Kreativmedium beschäftigt. Nach ein paar Normal-8 und Super-8 Experimenten erwarb ich eine Minox 8x11. Nicht daß ich sie als Spion gebraucht hätte, aber die Möglichkeit, sie immer dabei zu haben, faszinierte mich. Sie hatte immerhin einen Schlitzverschluss mit 1/1000sek, was damals nicht selbstverständlich war. Ein kleines Wunderwerk der Mechanik. Leider war das Format damals durch seine Auflösung sehr eingeschränkt, so daß ich mir dann doch eine "Vollformatkamera" kaufte. Das war zunächst eine Spiegelreflexkamera der Marke Miranda (längst vom Markt verschwunden) und kaufte mir 1978 anlässlich einer Reise nach Paraguay eine Canon A1 mit Telezoom und Weitwinkel. Diese besitze ich noch, und sie macht nach wie vor bessere Fotos als alle Digitalgeräte, die ich in meinem Umkreis bisher gesehen habe. Um ähnlich gute Fotos digital zu machen, müsste ich wohl so um die 3.000 Euro ausgeben, und so ist es schade, dass niemand auf die Idee kam, so feine Geräte einfach mit digitalem Volllformatsensor nachzurüsten.

So teure Geräte hatten ihren Preis: Zum Hobby gehörte ein Photolabor! Von meinem Vater hatte ich einen Projektor und die entsprechenden Laborschälchen geerbt, und nun wurde in der Dunkelkammer mit Solarisierung und anderen Effekten experimentiert. Die Hochzeitseinladung hab ich damals selbst in der Dunkelkammer produziert. Später dann erfolgte der Umstieg auf Dias, denn Fotoabzüge waren mir auf Dauer zu teuer.

Das Hobby schlief wie vieles wegen beruflichem Überengagement ein, aber auch, weil es mir zuviel wurde, immer ein paar Kilogramm Kamera mitzuschleppen. Und ich hatte die Befürchtung, dass ich beginnen würde die Welt durch ein kleines Rechteck zu betrachten. Durch den ständigen Blick durch die Kamera oder aus der Sicht der Kamera könnte mir ein Teil der Welt verloren gehen. Denn tatsächlich erfahren wir die Welt ja wesentlich weniger beschnitten als durch den Sucher. Wir sehen Weitestwinkel, hören, riechen und spüren Emotionen, die keine Kamera der Welt festhalten kann, sind multimedial im weitesten Sinn. Ich beschloss, die Bilder für ein paar Jahre in meinem Herzen zu speichern. Als dann wieder mehr Zeit war, widmete ich mich zunächst der Musik, und produzierte Eigenkompositionen in meinem Cubase Studio. Cubase nutze ich seit den Atari Zeiten, vorher SMP24, mit Analog-Bandmaschine etc.

Zur Jahrtausendwende erwarb ich wieder die erste Videokamera, eine Panasonic NV-DS 15, auf Mini-DV Kassette, ich glaube, das kostete damals so 3000 Mark. Damit war ich zufrieden, ich begannein bisschen mit Pinnacle 8 für Familienerinnerungen zu schneiden. Sie diente mir dann auch als Trainer für die Verkaufs- und Verhaltenstrainings, und dafür wäre sie wohl auch noch lange Zeit einsetzbar.

Beim Drehen meiner Fernsehserie „Auswanderer-Coach“ in 2008 kam ich der Technik wieder ein bisschen näher, und wurde erinnert, um wie viel besser man Aufnahmen machen kann, wenn man sich mit der Technik und den fotografischen Grundlagen des Films beschäftigt. Im Grunde ist Filmen ja nicht anderes als 25 mal pro Sekunde zu fotografieren. Und wenn man sieht, wie viele Leute mit doch relativ aufwendigen Kameras am Auge herumzappeln, ohne etwas von Weissabgleich, manueller Schärfe, Tiefenschärfe, und Blendenöffnungen gehört zu haben, so wundert man sich nicht, dass diese Videos hinterher von niemandem mehr angesehen werden.

Panasonic Lumix GH2 2011



Schon lange habe ich mich mit dem Gedanken getragen, mir eben doch eine digitale Spiegelreflex zu kaufen. Fotografieren ist, rein von der Haptik her, eben doch etwas anderes als Filmen. Eine Kamera, die beides kann, wäre natürlich am Besten. Schliesslich fiel meine Wahl wieder auf Panasonic.
Rechtzeitig zu einer Reise an den Baikalssee im Februar 2011 kaufte ich sie, ich hoffe das Material auch mal zu einem Film zu verarbeiten. Die Micro-Four-Thirds Kamera hat Wechelobjektive und einen Sensor, der im Verhältnis zum 35mm m Vollformat einen vernünftigen Cropfaktor von 2 aufweist. Über einen Adapter kann ich meine Canon Objetive verwenden. Dass Zomm 200 wird so 400, und das sehr Lichtstarke 50mm/1:1,4 wird ein Porträtobjektiv, einerseits für schlechte Lichtverhältnisse und andererseits um bei offener Blende geringste Schärfentief zu erreichen.

Für meine Musikvideos kann ich jetzt mit 2 Full HD Kameras arbeiten, die beide m2ts Full HD erstellen. Als Schnittwoftware habe ich auf Vegas Professional Pro aufgerüstet, jetzt die Version 11, die aber leider auf meinem Rechner keinerlei GPU nutzt. Ist Nvidia Gs8600, vielleicht hat die zuwenig Speicher, vielleicht brauche ich eine neue Videokarte.

Ich kombiniere immer Video und Standbilder. Ich finde das macht besonders eindrucksvolle Ergebnisse. Um schnell zu produzieren benenne ich sowohl die JPG als auch die mts nach Datum und Uhrzeit um (Free Commander). Damit kann ich sie in einem Rutsch in die Timeline ziehen und habe sie in der richtigen Reihenfolge. Die Fotos werden dann eine Spur höher geschoben, wo der Trackrahmen angepasst wird, das 16:0 Format ist eben doch noch etwas breiter als das Fotoformat.  

Hier ankucken: http://www.youtube.com/playlist?list=PL33C827950B601AEC  

Panasonic HDC-SD 300



Nun, Anfang 2009, schien die Zeit reif, auf filmen in Voll-HD umzusteigen, und der Segeltörn schien mir ein angemessener Anlass. Nachdem ich eine Weile Testberichte gelesen hatte und die Panasonic HDC-SD 100 verfolgt hatte, wartete ich bis zum Erscheinen der HDC-SD 300 und erwarb März 2009 eine der ersten für ca. 1100 Euro. Ein niedliches kleines Gerätchen, das aus der Hand kaum ruhig zu halten ist. Ohne Zweifel, es ist eine andere Dimension des Filmens. Ich habe hier in Silves vor einigen Tagen einen Auftritt der Schulklasse meines Sohnes gefilmt, und zum Spaß meine beiden Panasonics eingesetzt, um verschiedene Perspektiven zusammen schneiden zu können. Davon ab, dass es geht, es sieht nicht wirklich toll aus. Die Bilder der NV-DS-15 wirken neben den Full HD Bildern wie mit einem Handy fotografiert. Grosse Überraschung aber: der Ton der NV-DS 15 ist besser, oder zumindest klarer als der von der teuren neuen Kamera. Ausserdem bringt mir die Surround-Mikrophonerei im Moment eh nix, meine Bekannten wollen alle Stereoton, und für Musikaufnahmen brauche ich nicht mehr als 2 Kanäle.

Diese habe ich bei der Aufzeichnung in Silves zusätzlich mit dem Yamaha-Pockettrack 2G aufgenommen und anschließend im Mixer auf den Sound des NV-DS 15 angepasst. Die separate Aufnahme war die einzige Rettung, denn auf beiden Kameras war die Musik so stark überquatscht und mit Nebengeräuschen vermischt, dass man die Sängerknaben und –mädchen kaum hören konnte. (Das nächste Mal aber vor jedem Lied mit lauter Klappe, dann weniger Arbeit, die Tonspuren zusammen zu kriegen.) Das Pockettrack hat mir auch bei dem Segelvideo geholfen, da fast alle Tonaufnahmen der Kamera von Windgeräuschen unbrauchbar gemacht wurden. So habe ich mit dem Pockettrack windgeschätzte Ecken am Boot ausgesucht, um das Rauschen des Katamarans durchs Wasser festzuhalten. Dies werde ich dann vielleicht tatsächlich Surround einspielen, mal sehen.

Zur Kamera HDC-SD 300: Man kann sie so loben, wie es in der Presse gemacht wird. Die Auflösung, Schärfe, alles super. Man kann Dinge tun, die vorher nie möglich waren, auch beim Schneiden in Bilder zoomen, ohne daß das Ganze gleich pixelig wird.

Aber trotzdem gibt es ein paar Dinge, die mir unbegreiflich sind: Fein ist, dass man alles leicht manuell einstellen kann, insbesondere die Scharfstellung mit dem Objektivring erinnert mich ans Fotographieren, und durch das eingeblendete Fenster geht es auch wirklich sehr gut. Aber warum muss ich, wenn ich von Automatik auf Manuell schalte (übrigens auch bei der Belichtungseinstellung) 5 Sekunden (in Worten fünf) warten mit der Meldung „Manuelle Einstellungen aktiviert“? Erst dann kann ich die Einstellungen vornehmen, so dass locker 10 Sekunden weg sind, bevor ich abdrücken kann. D.H. ich kann sogar nach etwa 2,5 Sekunden bereits Schärfe einstellen, aber der Bildschirm ist durch diese blöde Meldung schwarz. Das ist doch ein Computer, oder? Und es ist nichts aus Redmond drin, oder? Wenn ich bei meiner Canon A1 von Automatik auf Manuell schalte, dann geht es sofort. Hier muss Panasonic nachbessern, eigentlich kann es sich nur um schlampige Programmierung handeln. Und wie bekomme ich ein Update auf meine Kamera?

Die sehr gute Pre-Rec Funktion, die die letzten 3 Sekunden vor Drücken des Auslösers mit aufzeichnet, schaltet sich bei der nächsten Pause aus. Um sie dann wieder einzuschalten, muss ich wieder 2 Sekunden warten. Es wäre nahe liegend, diese Funktion wahlweise permanent zu machen, da die Situation, z.B. beim Fußball oder aus einem fahrenden Zug ja immer wieder kehrt.

Im Moment versuche ich mich an den Zeitrafferfunktionen. Zunächst: Nie mit Batterie betreiben. Wenn die Batterie leer ist, vergisst die Kamera alles. Warum hat der Programmierer Hashimoto-San bei Matsushita in Osaka nicht eine Schleife eingebaut, die die Daten alle 10 Bilder auf SD speichert? Und das Einschalten der Intervall-/Zeitrafferfuntion:

Normales Menue
1. Menu
2. Aufn. Einstellung
3. Blättern zu Zeitraffer
4. Zeitraffer tasten
5. Enter
6. Intervall aussuchen
7. Enter
8. Ende
9. Auslösen
Quick Menue
1. Quick menue
2. Zeitraffer
3. Länge
4. Ende
5. Auslösen





Und das jedesmal. denn bei Pause vergisst die Kamera alles wieder. Die Hälfte der Kommandos ist überflüssig. Also, Hashimoto-San, noch mal nachbessern. (Über Q-Memu kommt man auf 5x Tasten, was immer noch nicht Quick ist!)

Zum Fotografieren habe ich das Ding nicht gekauft. Die Auflösung ist gut, aber die Auslösung wie in den ersten Tagen der Digitalfotografie. Nix mit drücken und Click, vielmehr drücken, ruhig halten und warten bis mit ca. 1 ½ Sekunden Verzögerung der Click kommt. Naja. Die Fotos sind super!

Verblüfft war ich, als ich die Aufnahmen der Panasonic von hoher See mit den Aufnahmen eines Mitreisenden mit einer Casio HighSpeed EX-F1verglich. Bei der Casio knallige Farben, fast übersattes Blau, starke Farbkontraste. Per Nachregeln der Sättigung brachte ich dann meine Aufnahmen etwa auf denselben Stand, und für den Film werde ich eher aus den Casio-Aufnahmen Sättigung rausnehmen. Wo Casio mit Sättigung klotzt, scheint mir Panasonic etwas konservativ zu sein. Natürlich war die Casio mit einem Schönwetterprogramm ausgestattet, und meine einfach puristisch Standard. Davon ab sind die Highspeed Aufnahmen der Casio wirklich super, so dass ich mir eine zumindest moderate Zeitlupenfunktion (schon 100 Bilder/sec wären ja was) wünschen würde. (Ein Kommentar bei slashcam hat mich jetzt darauf hingewiesen, daß ich ja 50 Bilder/Sekunde im Highspeed Burst Modus machen kann, Bedienungsanleitung Seite 74, hatte ich glatt übersehen. Macht aber Einzelbilder, die man dann in die Timeline ziehen muss, und nur 3 Sekunden lang in reduzierter Qualität.)

Mangelhaft bei der Panasonic HDC-SD 300 ist die Mindestbrennweite des Objektivs. Ich hatte mir einen preiswerten (Kenko) Weitwinkelvorsatz gekauft, der jedoch so stark verzerrte, (Finger weg) dass ich ihn zu Hause gelassen habe. Der Panasonic Weitwinkel Vorsatz 
VW W 4307
ist a)teuer und b) nirgends lieferbar! So hätte ich für viele Aufnahmen erst  ins Dingi steigen müssen, um eine vernünftige Perspektive zu bekommen.

Um nicht so viel Ballast mitzuschleppen, habe ich mir in einem Baumarkt ein neues, leichtes Stativ gekauft. Dies ist jedoch schlicht untauglich, schon eine Zoomverstellung führt zu inakzeptablen Verwacklungen. Also Hände weg, ich habe mein gutes altes Velbon Classic eingepackt, das hat Gewicht und diente, über die Schulter gelegt, auch als Stütze für das Freihandfilmen. Leider wirkt die Fernbedienung der Kamera nur von vorne, sonst könnte man einfache Bedienungen ohne Kameraberührung von hinter der Kamera vornehmen.

Ach ja, AVCHD

Man liest ja in den Foren, dass das Format AVCHD schlicht nicht benutzbar sei, wegen den Rechneranforderungen beim Schneiden. Nicht unrichtig. Ich schneide mit Vegas Movie Studio Platinum 9 (wer sich diese Namen wohl immer ausdenkt). Damit habe ich im März angefangen, nachdem ich zunächst von Pinnacle 8 auf 12 umgestiegen bin (Vollversion gekauft, um die Update-Problematiken zu umgehen), und mich über die dackelhafte Bedienung dieser Software geärgert habe. Bei Pinnacle 12 ist es z.B. nicht möglich, ein Projekt, das man in 4:3 angefangen hat, auf 16:9 um zu stellen. Auch Struktur und Sinn der von Pinnacle angelegten Dateien sind mir schleierhaft. Und nur 2 Spuren? Zuletzt hatte ich ein bereits fertiges Projekt nacheditiert, und es auf 1/3 gekürzt. Das Programm hat sich aber die alte Länge gemerkt und 10 Minuten schwarze Bilder gerendert. Nachdem ich Stunden damit verbracht habe, liegt es jetzt überflüssig auf meinem Rechner rum. Pinnacle mag ja leichte Vorteile für Dummies haben, aber sollte jemand, der nicht schon mit anderen anspruchsvollen Programmen gearbeitet hat, wirklich Videoschnitt machen?

Bei Vegas geht nun alles, was ich mir gewünscht habe, man kann sogar 2 Projekte gleichzeitig aufmachen und Inhalte von einem ins andere kopieren. Sogar 2 Projekte gleichzeitig rendern geht, und dann schlafen gehen, morgens ist er sicher fertig. Ein paar mehr Effekt Plugins brauche ich noch, woher?

Als Ergebnis strebe ich zunächst 720p an. Ich glaube es macht keinen Sinn, nun alles als Full HD produzieren zu wollen. Erstens kann das eh kaum einer anschauen, es braucht Unmengen Kapazität und gesendet wird es in 1920x1080 eh nicht. 1280x720 progressiv, evtl. fürs web als divx komprimiert, ist zur bisherigen DVD ein echter Qualitätssprung. Es ergibt die 2,2-fache Pixelzahl, Full-HD die fünffache. So habe ich denn, da ich ja in 1920x1080 filme, genug Pixel, um auch mal in einen Ausschnitt zu zoomen. Die Qualität ist jedenfalls beeindruckend, und ein späteres Neu-Rendern in Full-HD bleibt immer möglich. Übrigens: Von den Eltern angesprochen: "Kann ich auch eine DVD haben?“ habe ich dies zunächst verneint. „Das ist Full-HD, auf DVD kann man die Qualität gar nicht sehen“. Aber hier korrigiere ich mich. Das DVD-PAL Breitbild Format sieht nicht schlecht aus, und auch, wenn das Full-HD Material auf 720x576 Pixel heruntergerendert ist, ist es immer noch um Längen besser als das Material von der DV-Kassette.

Mein uralter Rechner (ca. 15 Monate), den ich von dem mitbezahlten Vista gesäubert habe (Witz-OS, Microsoft Management hat jetzt (!) Unternehmen davon abgeraten, auf Vista umzustellen. Man fragt sich, warum dann die gesamte Computerindustrie seit 2 Jahren die Anwender mit diesem Unsinn malträtiert), um ein ebenfalls voll bezahltes XP Pro zu installieren, ist ein Dual Core mit 2,4 Ghz. Ich kann AVCHD schneiden, eine flüssige Vorschau des zu schneidenden Materials bekomme ich nicht. (der auch von mir geschätzte VLC zeigt bei AVCHD Dateien keinen Timecode!)  Im Moment kann ich trotzdem damit leben, denn es gibt ja Panasonics HD-Writer. Diese äußerst sperrige Software importiert die m2ts Daten von der SDHC Karte auf meine Festplatte, und macht das ganz ordentlich in Datumsordner. Diese sind allerdings nach TT-MM-JJJJ angelegt, so dass spätestens beim Überschreiten eines Monats ein Durcheinander auf der Festplatte existiert. Erst alle Ersten aller Monate, dann alle Zweiten etc. Wissen die bei Panasonic nicht, dass man das Datum zum Sortieren JJJJ-MM-TT schreiben muss? Doch, denn die Dateien selbst importiert HD-Writer AE brav als JJJJMMTT_xxxxxx.m2ts. Und umbenennen darf man die Verzeichnisse auf keinen Fall, denn dann kann HD Writer sie nicht mehr lesen. (Man kann sie dann aber wieder manuell anmelden, denn man hat ja sonst nichts zu tun.)

(Nachtrag 2011: Ich verwende HD Writer nicht mehr, sondern kopiere die Daten direkt als m2ts auf die Platte)

Schade auch, dass man die überspielten Daten nicht auch gleich mit HD-Writer löschen kann. Am Kamera Display ist das sehr lästig, zumal man jeden Datumsordner einzeln (!) löschen muss. Was sich die Entwickler dabei wohl gedacht haben? Auf Platte übertragen und von SD-Karte löschen ist doch in einem Workflow EIN Arbeitsvorgang!

HD-Writer kann aber immerhin selbst importierte und unberührte m2ts Dateien in voller Auflösung flüssig wiedergeben, so dass er eigentlich zum Sichten ganz gut geeignet wäre….., würde er nur in seinem Verzeichnis die volle Dateiinformation angeben. Statt aber in der Liste Dateinamen und Erstellungsuhrzeit anzugeben, zeigen die Listen nur das Datum. Sehr hilfreich, wenn man 50 Clips an einem Datum gemacht hat. Über Eigenschaften kriegt man dann umständlich raus, welchen Clip man gerade anschaut, und kann sich für den Import in Vegas Notizen machen. Zu allem Überfluss zeigt der Player auch nicht den Dateinamen, sondern eine fortlaufende Szenennummer an. Panasonic hat so ziemlich alles getan, um die Nutzbarkeit maximal einzuschränken. Auf den Schnickschnack, wie z.B. Highlights automatisch auswählen und mit irgendwelcher Musik unterlegen, hätten wir getrost verzichten können. Wie soll mein Computer entscheiden, was ein Highlight ist?

Ebenfalls bietet HD-Writer die Konvertierung in mpg an, was zum Sichten ganz nützlich sein kann, in der Handhabung aber etwas umständlich ist, denn man muss die zu konvertierenden Clips erst in eine Timeline ziehen, von der aber nur 9 Felder am Bildschirm sichtbar sind. Ich werde jedenfalls auf eine dieser Methoden sichten und mir eine Liste  der Dateinamen und Timecodes machen, die ich verwenden kann, und erst dann an Vegas gehen. Da ich die Bildqualität dann schon kenne, kann ich in Vegas eine schlechtere Vorschau akzeptieren. Mit derzeitigem Equipment sind demnach kurze, max. 10 minütige Clips gerade so machbar. Ich glaube, für das Rendern eines 45-Minuten Beitrags kann ich eine Woche in Urlaub gehen.

Und dann hoffe ich, dass im Herbst (Computerschnittzeit ist im Winter) eine neue PC-Konfiguration erhältlich ist, die da sein müsste: Quad-Core mit viel RAM und GHZ,  64-bit Betriebssystem und ein auf 64 Bit optimiertes Vegas. Vorher kommt mir nämlich kein neuer Computer ins Haus. Und auf den kommt dann nix ausser Vegas.

(Jemand sagte mir jetzt, die Mac-Power PCs wären so super, aber da läuft doch Vegas nicht drauf, oder?)

A propos: Auf dem Segeltörn hatte ich mein Netbookchen dabei, so ein niedliches Medion Ding mit Atom Prozessor. Hat Kartenleser, so dass ich auf diese Weise die Daten schon mal auf Platte bekommen habe. Aber anzugucken gab’s da natürlich nix! Die 14 Tage segeln haben dann glatte 100 Gigabyte zusammengebracht, das werden lange Winterabende!

Natürlich habe ich einen Evamarine Spritzwasserschutz gehabt, und damit an Deck gefilmt. Leider sind damit die ganzen schönen Einstellungsknöpfe und -rädchen nicht mehr zugänglich, so dass man doch wieder auf Automatik filmt, oder, no risk no fun, den Spritzschutz weglässt, um einstellen zu können. (Wale und Delfine mit Autofokus filmen zu wollen ist sinnlos)

Erwähnen sollte ich noch ein Cullmann Saugstativ und ein Gorilla-Klemmstativ, die kaum Verwendung fanden, weil auf dem Katamaran immer genug Platz war, das Stativ aufzustellen. Das wäre bei einem Einrumpfboot anders. Gar nicht zum Einsatz kamen meine Reflektoren, mit denen ich die Teilnehmer am Ruder in Szene setzen wollte. Wenn dann schon mal Wind und Sonne zum Segeln passten, wollte keiner mehr gefilmt werden, und solche Beauty-Shots bedürfen schon eines erheblichen Aufwandes.

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