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Artikel zur
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„......
denn Kinder sind unsere Zukunft.“
Diesen
Satz hört man häufig, erst unlängst wieder
in einem Bericht über
Dietmar Hopp, den SAP Gründer, der in grossem Umfang in
Initiativen
investiert, die Kindern helfen.
Ein
netter, häufig gehörter Satz, an dem mich immer etwas
gestört
hat:
In
dem Satz „Kinder sind unsere Zukunft“ steckt, oder
versteckt sich jede
Menge
Erwartungshaltung. Zunächst der einfache und übliche
Versorgungsgedanke: „Wir
brauchen Kinder,
damit sie unsere Renten
bezahlen“. Ein schaler Beigeschmack, zu denken, dass Kinder
eine Art
Altersversorgung sind. Was wäre, wenn sie nicht in der Lage
wären uns zu
versorgen? Wären sie dann nicht unsere Kinder, wäre
unsere „Investition“ dann
„unrentabel“ geworden? Hätten wir dann
doch vielleicht lieber in Aktien
investieren sollen, statt in Kinder?
Doch
nicht nur die wirtschaftliche Versorgung ist gemeint. Sie
sollen sich auch um uns kümmern, wenn wir alt sind, uns nicht
allein lassen,
unseren Rollstuhl schieben. Ziemlich egoistische
Erwartungen,
bereits so lange Zeit vorher.
Sie
sollen die Welt dann besser gestalten, als unsere Eltern
und wir es getan haben. Allein: Es ist dann ihre Welt, und nicht mehr
unsere.
Es
gibt viele Gründe, Kinder zu lieben, aber es braucht
keinen Grund, denn Liebe braucht bekanntlich keine Gründe.
Dass sie unsere
Zukunft seien, ist wirklich keine Begründung für
Kinderliebe!
Kinder
sind unsere Zukunft? Nein. Kinder sind ihre
Zukunft. Die Zukunft gehört den Kindern. Kinder sind meine
Gegenwart, meine
Liebe, meine heutige Freude. Wenn Sie groß sind,
gehören sie sich selbst, wie
sie auch jetzt schon sich selbst gehören, aber heute teilen
sie ihre Zeit und
ihre Lebensfreude mit uns. Völlig selbstlos. Dafür
liebe ich sie. Ebenso
selbstlos, hoffe ich.
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