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Vorbereitungsvideo von März 2009, Philip und Günter sprechen über das Projekt 02. bis 04. Mai 2009, von Portimao bis Tarifa ![]() ![]() Fabienne und Andreas in Portimao, im Hintergrund die Burg von Ferragudo ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Seemannsbraut ist die See“ Wieder einmal hatte etwas in meinem Leben nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Also ging ich Segeln. D.h. eigentlich sollte ich schreiben, aber diesmal fiel mir nichts mehr zu schreiben ein, also Segeln. Da hat man Muße, über alles nachzudenken, und bekommt räumliche und zeitliche Distanz. Und wieder einmal erhielt ich den richtigen Hinweis aus den diversen Skipperverzeichnissen, in denen ich mich schon über Segeltörns informiert hatte. Denn da gab es ein Angebot, auf einem Katamaran Lagoon 500 von Portimao nach Mallorca zu Segeln. Die Fahrt durch Gibraltar unter Segeln hatte mich schon immer gereizt. Bei einem Törn von den Azoren ins Mittelmeer vor zwei Jahren war ich, zuhause angekommen, in Lagos ausgestiegen. Und da gab es auch noch ein Angebot von Mallorca nach Marseille, eine weitere Woche. Warum also nicht zwei Wochen Segeln, um auf andere, neue Gedanken zu kommen. Da ich mich schon länger für Katamarane interessiert hatte, und speziell auch schon Gespräche mit dem portugiesischen Lagoonhändler wegen einer vertrieblichen Zusammenarbeit aufgenommen hatte, kam mir eine 14-tägige Reise mit einem der Topmodelle der Produktlinie sehr gelegen. Die Abreise in Portimao sollte am Tag nach dem 10. Geburtstag meines Sohnes erfolgen, dies ließ einigen Vorbereitungs-Stress erwarten. Ich vermutete, dass es sich um einen Zwischenstopp einer Überführung aus der Karibik handelte. Im Kontakt mit dem Veranstalter erfuhr ich dann jedoch, dass diese eigens aus Südfrankreich angereist kamen, um ihr Schiff in Portugal aus dem Wasser zu nehmen, den Unterwasseranstrich zu erneuern und ein paar weitere Reparaturarbeiten durchzuführen. Das alles gibt es hier in Portugal nämlich zuverlässiger und preiswerter als in Südfrankreich. Gute Idee, ein paar meilenhungrigen Seglern die Gelegenheit zu geben, in kurzer Zeit viele Seemeilen zurückzulegen und diese auch gleich die Dieselkosten begleichen zu lassen. Da auch der Törn von Südfrankreich über Mallorca nach Portugal auf zwei Wochen, und damit eigentlich viel zu knapp angesetzt war, erschien der Katamaran mit Verspätung im Hafen von Portimao. Vorher erreichte mich bereits eine SMS: "einer unserer Yanmar Motoren hat ein Problem, kannst Du bitte in Portimao den zuständigen Servicepartner ausfindig machen." Gerne, beim telefonischen Kontakt mit dem Geschäftsführer von Ondanautica stellte sich heraus, dass dieser sogar deutsch sprach, und die notwendigen Ersatzteile verfügbar waren. Die Ankunft des Katamarans erfolgte dann irgendwann nach Mitternacht, so dass ich darauf verzichtete, zum Hafen zu fahren um die Leinen anzunehmen. Am nächsten Tag fuhr ich mit meinem Sohn Philip zur Marina und ging zu einem Besuch an Bord der "See Anemone." Der Clownfish, dieser putzige orange-farbige Held des Nemofilms, lebt in der Seeanemone, und Fabienne und Andreas, die Veranstalter, haben daraus ihren Markennamen gewählt. Sie sind die Clownfische und leben in der See-Anemone. Fabienne und Andreas sind erfahrene Tauchlehrer, und bieten seit ca. zwei Jahren Tauch- und Segeltörns auf ihrem Katamaran an. Obwohl wir erst nachmittags ankamen, wirkte die gesamte Crew, inklusive der zwei Mitsegler Willi und Susanne, etwas übermüdet. So hielten wir uns und sie nicht lange auf und verabredeten uns für den nächsten Morgen um 9:00 Uhr am Travellift. Mit Kamera. Animiert durch meine Fernsehtätigkeit in 2008 hatte ich mir nämlich vorgenommen, von der Reise einen Film zu drehen. Schon lange vor meiner beruflichen Karriere hatte ich mich sehr intensiv mit Fotografie beschäftigt und in den letzten Jahren etwas Erfahrung mit Videokameras gesammelt. Jetzt, Frühjahr 2009, ist der richtige Zeitpunkt, auf neues, semi-professionelles Full-HD Equipment umzusteigen. Eine neue Kamera, die eben erst neu erschienene Panasonic HDC-SD300 (Link zur Beschreibung Equipment) hatte ich mir wenige Wochen zuvor gekauft, aber noch kaum Zeit gehabt, mich intensiv damit zu beschäftigen. Die wenigen Aufnahmen, die ich aber schon mit Sony Vegas geschnitten hatte, waren beeindruckend. Warum also nicht die Gelegenheit nutzen, einen richtig schönen Segelfilm in Full-HD zu machen. Wenn sich ein Fernsehsender dafür interessieren würde, umso besser, wenn nicht, wäre es zumindest ein spannendes Projekt, mit schönen Erinnerungsbildern für die Beteiligten. Und es war ein "vernünftiger" Grund, um viel neues und teures Equipment zu kaufen. Ausgerüstet mit Kamera, Stativen und separatem Tonaufzeichnungsgerät (Yamaha Pockettrack) erschienen wir (Philip hatte an dem Tag schulfrei) am Doca de Pesca in Ferragudo. Kaum geparkt, sahen wir auch schon den Katamaran auf den Kran zusteuern. Andreas, am Steuer, rief mir zu, dass er Steuerungsprobleme habe, weil der Vorwärtsgang eines Antriebsmotors nicht einrastete. Der Kranführer verständigte über Funk ein Team mit einem ausreichend großen Schlauchboot, um den großen Katamaran notfalls in die richtige Position zu bugsieren. Schließlich schaffte der Skipper es aber doch aus eigener Motor-Kraft, den 15,5 x 8,5 m großen Katamaran gerade und ohne Schaden zwischen die beiden Betonwände zu manövrieren. Das alles ist im Film festgehalten. Zu sehen, wie sich das 25 t schwere Gefährt dann langsam aus dem Wasser hebt und mit dem Kran über Land gefahren wird, war schon beeindruckend, und für die Eigentümer, die ja ihr Leben darauf verbringen, sicher ein mulmiges Gefühl. Schließlich gelangte die Seeanemone sicher an ihren Platz, wo sie, aufgebockt und abgestützt, der Verschönerung harrte. Andreas und Fabienne sowie Andreas’ am gleichen Tag angereister Papa Eberhardt (Blaubart) machten sich dann auch gleich an die Arbeit und waren dann immer in den unterschiedlichsten Blautönen, mal vom Schleifstaub, mal von der neuen Farbe, anzutreffen. Die Liste der notwendigen Reparaturen wurde auf das notwendigste gekürzt, vor allem waren die Maschinen in Ordnung, bevor die See Anemone zu Wasser gelassen wurde. Auch das wurde wieder in vollem Umfang gefilmt. Nicht gefilmt haben wir den Einkauf in Parchal. Denn da das Schiff an Land stand, nutzten wir die Gelegenheit, Proviant zu bunkern. Wir schafften es auf zwei Fuhren mit meinem kleinen Anhänger, zu schade, dass wir das nicht festgehalten haben. Dann war noch unsere Geburtstagsparty (über 20 Kinder, teilweise mit Eltern), die Aufräumarbeiten, und am Samstag, den 2.Mai brachten mich Philip und seine Mutter zum Hafen, nicht ohne vorher noch mal eine Grossladung Brot eingekauft zu haben. 02. Mai 2009: An Bord begrüßten mich die neuen Mitreisenden, Oliver und Viktor aus der Schweiz und Christian aus Österreich. Der Wind war 5 Beaufort aus Südost, das war die Richtung, in die wir fahren wollten, und er hatte bereits eine enorme Welle gegen uns aufgebaut. Noch mal an der Tanke anlegen, und der Tankwart fragte ungläubig: „Do you really want to go out there?“ Wir konnten sicher sein, da draussen alleine zu sein. Portimao, Vilamoura, Tarifa ![]() Fortsetzung folgt. Ich werde in den nächsten Wochen Stück für Stück die weiteren Tage des Törns beschreiben, also es lohnt sich, mal wieder reinzuschauen. Hauptseite |